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Dendrogeomorphologische Analyse der Muraktivität auf dem Kegel des Geisstriftbachs

Der Geisstriftbach befindet sich im Mattertal zwischen St. Niklaus und Randa und weist eine Oberfläche von 7.5 ha auf. Der Kegel ist mit teils sehr alten Lärchen (Larix decidua Mill.) und Fichten (Picea abies (L.) Karst.) bestanden und die meisten Bäume auf dem Kegel weisen Zeichen vergangener Muraktivität auf. Während der letzten Jahre gingen im Geisstriftbach mehrere Murgänge nieder und vermochten die nahe gelegene Hauptstrasse zu übersaren. Beim grössten Ereignis lösten sich aus dem periglazialen Anrissgebiet mehrere 10'000 Kubikmeter Material und machten eine Verlegung des frisch errichteten Europawegs nötig. Im Rahmen des Projekts RUFINE wurden im Sommer 2006 auf dem Kegel des Geisstriftbachs detaillierte dendrogeomorphologische Analysen durchgeführt. Dabei wurden entlang der aktuellen Rinne sowie auf dem Murkegel mehr als 300 Bäume beprobt. Erste Resultate zur vergangenen Muraktivität können für den Herbst 2007 erwartet werden.

 

 
     
 

Geldgeber: Bundesamt für Umwelt (BAFU), Departement für Verkehr, Bau und Umwelt des Kantons Wallis (Dienststelle für Wald und Landschaft, Dienststelle für Strassen- und Flussbau)

Zusammenarbeit: Departement Umweltwissenschaften (Waldökologie) der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) Zürich

Projektdauer: August 2006 – September 2007

Kontakt: Michelle Bollschweiler, Markus Stoffel

Publikationen:

Stoffel, M., Bollschweiler, M., Widmer, S., Sorg, A. (2010): Spatio-temporal variability in debris-flow activity: a tree-ring study at Geisstriftbach (Swiss Alps) extending back to AD 1736. Swiss Journal of Geosciences 103: 283–292. [PDF]

Sorg, A., Bugmann, H., Bollschweiler, M., Stoffel, M. (in press): Debris-flow activity along a torrent in the Swiss Alps: Minimum frequency of events and implications for forest dynamics. Dendrochronologia. [PDF]

Sorg, A., Stoffel, M., Bugmann, H., 2007. Dendrogeomorphological reconstruction of past debris-flow activity along the channel of the Geisstriftbach (Valais, Switzerland). Geophysical Research Abstract 9: 07276. [PDF]

 

 
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